Der Glaube der Ahlu-s Sunnah

Imam al-Bukhâriyy, al-Hâkim und Ibn Djârûd überlieferten, dass eines Tages eine Gruppe von Menschen aus dem Jemen zum Propheten Muhammad kam und ihn über die Entstehung der Schöpfung fragte.

Der Gesandte Gottes antwortete:

كان اللهُ ولم يكن شىء غيرُه، وكان عرشُهُ على الماء وكتب في الذكر كلَّ شىء، ثم خلقَ السموات والأرض

Die Bedeutung: Gott war ohne Anfang und nichts außer Ihm existierte. Gott erschuf das Wasser und aus dem Wasser den Thron. Dann erschuf er den Al-Qalamu-l A^lâ (ein Schreibgegenstand) und den al-Lawhu-l Mahdh (die wohlverwahrte Tafel). Gott befahl dem Stift, die Geschehnisse auf dieser Welt bis zum Tag des Jüngsten Gerichts, auf die wohlverwahrte Tafel niederzuschreiben. Dann erschuf Er die Himmel und Erden.

 Der Prophet antwortete zuerst mit etwas Wichtigerem als wonach diese Menschen gefragt hatten.

Er sagte:

كان اللهُ ولم يكن شىء غيرُه

Die Bedeutung lautet: Gott war ohne Anfang und nichts außer Ihm existierte.

Gott existierte im Ewigen. Die Erden, die Himmel, der Thron, das Wasser, das Paradies, die Hölle, die Sonne, der Mond, der Ort, das Licht, die Dunkelheit, all diese Geschöpfe existierten nicht. Und nach dem Gott diese Geschöpfe in das Dasein brachte, ist er unverändert. Er existierte und es gab keinen Ort und Er ist jetzt unverändert ohne Ort.

Der Erhabene braucht nichts und niemanden. Er erschuf den Thron, das größte aller Geschöpfe, als Zeichen seiner Allmacht und nicht um ihn für sich als Platz einzunehmen. Allâh ist erhaben über die Eigenschaften seiner Geschöpfe. So existiert er ohne Ort und ohne Zeit. Das ist der wesentliche Teil der Glaubenslehre der Ahlu-s Sunnah.

Allâh ähnelt nichts und niemanden – Er braucht nichts und niemanden – Er ist der Bedürfnislose. Dieser Glaube ist aus dem edlen Qur´ân und den Aussagen des Propheten Muhammad zu entnehmen. Dies ist der Glaube der ersten drei Generationen (Salaf) und der Glaube der Muslime die nach dieser Zeit lebten (Khalaf).

Allâh der Erhabene sagt in der Surah ash-Shûrâ:

ليس كمثله شىءٌ

Die Bedeutung lautet: Allâh ähnelt nichts und niemandem.

 

Imâm Ahmad bin Hanbal und Imâm Dhu-n Nûn al Misriyy sagten:

Alles was du dir vorstellst, ähnelt Allâh nicht.