Die Liebe zu unserem Propheten Muhammad ﷺ

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, dem Einzigen, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht.Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. 

Sodann, Diener Gottes, ich fordere euch und mich zur Rechtschaffenheit auf und zur Furcht vor Allâh, dem Erhabenen und Allmächtigen.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah Âl ^Imrân, Âyah 31 und 32:

﴾قُلۡ إِن كُنتُمۡ تُحِبُّونَ ٱللَّهَ فَٱتَّبِعُونِي يُحۡبِبۡكُمُ ٱللَّهُ وَيَغۡفِرۡ لَكُمۡ ذُنُوبَكُمۡۚ وَٱللَّهُ غَفُور رَّحِيم ٣١ قُلۡ أَطِيعُواْ ٱللَّهَ وَٱلرَّسُولَۖ فَإِن تَوَلَّوۡاْ فَإِنَّ ٱللَّهَ لَا يُحِبُّ
ٱلۡكَٰفِرِينَ ٣٢﴿

Die Bedeutung lautet: Sage (o Muhammad), wenn ihr Allâh liebt, dann folgt mir und Allâh wird euch lieben und euch eure Sünden vergeben, Allâh ist vergebend und erbarmend. Sage (o Muhammad), seid gehorsam zu Allâh und zum Gesandten; und wenn sie sich abwenden, so liebt Allâh diejenigen nicht, die nicht an Ihn und an Seine Gesandten glauben.

Brüder im Islam! In unserer heutigen Ansprache werden wir, so Gott will, über eine großartige Angelegenheit sprechen. Diese ist die Liebe zu Muhammad, dem Letzten der Gesandten, die Liebe zum Besten der Gesandten, die Liebe zum Besten der gesamten Nachkommenschaft von Âdam, die Liebe zum Besten aller Geschöpfe. As-Salâtu was-Salâmu für unseren geliebten und geehrten Propheten Muhammad, für seine muslimischen Angehörigen und rechtschaffenen Gefährten.

Bruder im Islam! Wisse, dass die Muslime den Propheten Muhammad ﷺ verehren und lieben, ohne dabei der Religion zu widersprechen
– sondern so, wie Allâh dies befahl und so, wie es in der Religion verankert ist. Denn die Liebe zum Propheten Muhammad ﷺ ist eine Pflicht für die Verantwortlichen. Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah Âl ^Imrân, Âyah 31 und 32:

﴾قُلْ إِنْ كُنْتُمْ تُحِبُّونَ اللهَ فَاتَّبِعونِي يُحْبِبْكُمُ اللهُ وَيَغْفِرْ لكم ذُنوبَكم واللهُ غفورٌ رَحِيمٌ﴿

Die Bedeutung lautet: Sage (o Muhammad), wenn ihr Allâh liebt, dann folgt mir und Allâh wird euch lieben und euch eure Sünden vergeben, Allâh ist vergebend und erbarmend.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-Fath, Âyah 8 und 9:

﴾إِنَّا أَرْسَلْنَاكَ شَاهِدًا وَمُبَشِّرًا وَنَذِيرًا ، لِتُؤْمِنُوا بِاللهِ وَرَسُولِهِ وَتُعَزِّرُوهُ وَتُوَقِّرُوه﴿

Die Bedeutung lautet: Du (Muhammad) wurdest als Zeuge, Verkünder froher Botschaft und Warner gesandt. Ihr (die Verantwortlichen) seid verpflichtet, an Allâh und an Seinen Gesandten zu glauben, ihn (den Gesandten) hoch zu achten und zu verehren.

Imâm al-Bukhâriyy überlieferte, dass der Gesandte Gottes Muhammad ﷺ sagte:

لا يُؤْمِنُ أَحدُكُمْ ـ أَيْ لا يَكْمُلُ إِيمانُهُ ـ حَتَّى أَكونَ أَحَبَّ إليهِ مِنْ وَالِدِهِ وَوَلَدِهِ وَالنَّاسِ أَجْمَعِينَ

Die Bedeutung lautet: Niemand von euch hat den vollkommenen Glauben, solange ich von ihm nicht mehr geliebt werde als seine Eltern, seine Kinder und alle anderen Menschen.

Für Muhammad verspüre ich eine Liebe,

viel größer als ich meine eigenen Eltern liebe.

Was könnte ich berichten über die Schönheit von Muhammad?

So zeigt mir doch einen einzigen mit der Intelligenz von Muhammad.

Wie könnten wir Muhammad ﷺ nicht lieben, wo er doch als Gnade für die Menschen und Djinn gesandt wurde? Wie könnten wir ihn nicht lieben, wobei er gesandt wurde, um die Menschen aus der Finsternis in das Licht zu führen? Wie könnten wir ihn nicht lieben, wo er doch unser Vorbild ist und derjenige, durch den wir zum richtigen Weg gefunden haben! Wie könnten wir ihn nicht lieben? Er hat diesen großartigen Charakter und ist der Verehrteste aller Geschöpfe!

Und wie könnten wir den Propheten Muhammad ﷺ nicht lieben, wo doch unser Schöpfer über ihn in der Sûrah an-Nisâ´, Âyah 64 sagt:

﴾وَلَوْ أَنَّهُمْ إِذْ ظَلَمُوا أَنْفُسَهُمْ جَاءُوكَ فَاسْتَغْفَرُوا اللهَ وَاسْتَغْفَرَ لَهُمُ الرَّسولُ لَوَجَدُوا اللهَ تَوَّابًا رَّحِيمًا﴿

Die Bedeutung lautet: Und wenn sie zu dir (Muhammad) kommen, nachdem sie sich selbst Unrecht zufügten, dann Allâh um Vergebung bitten und der Gesandte für sie um Vergebung bittet, dann wird Allâh ihnen vergeben und Erbarmen mit ihnen haben.

Wie könnten wir ihn nicht lieben, wo er selbst doch sagte:

شفاعَتِي لأَهْلِ الكَبائِرِ مِنْ أُمَّتِي

Die Bedeutung lautet: Meine Fürbitte werde ich für die Großsündigen meiner Gemeinschaft einlegen.

Wie könnten wir ihn nicht lieben, wo er doch die große Fürbitte einlegen wird, wenn einige Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts zueinander sagen werden: „Lasst uns zu unserem Vater Âdam gehen, damit er für uns die Fürbitte einlegt“. Sie werden zu Âdam kommen und er wird dann zu ihnen sinngemäß sagen: „Ich bin nicht derjenige mit der großen Fürbitte, geht zum Propheten Nûh.“ Sie werden sich dann zum Propheten Nûh begeben und ihn um Fürbitte bitten und er wird sie an den Propheten Ibrâhîm verweisen. Sie werden dann zum Propheten Ibrâhîm gehen und er wird zu ihnen sinngemäß sagen: „Ich bin nicht derjenige mit der großen Fürbitte.“ Dann werden sie sich weiter zum Propheten Mûsâ begeben und er wird ihnen sinngemäß sagen: „Ich bin nicht derjenige mit der großen Fürbitte, geht zum Propheten ^Îsâ.“ Der Prophet ^Îsâ wird dann zu ihnen sinngemäß sagen: „Ich bin nicht derjenige mit der großen Fürbitte, jedoch geht zum Propheten Muhammad.“ Dann werden sie zum Propheten Muhammad ﷺ kommen, woraufhin er eine Niederwerfung für Allâh ausführen wird. Gott wird ihm dann offenbaren (sinngemäß): „Erhebe deinen Kopf, lege Fürbitte ein und sprich Bittgebete aus und du wirst erhalten, worum du bittest.“

Wie könnten wir den Propheten Muhammad ﷺ nicht lieben, wo er doch Gottes liebstes Geschöpf ist? Allâh, Der uns erschuf, versorgt und beschützt, liebt den Propheten Muhammad ﷺ mehr als jedes andere Geschöpf.

Der Gelehrte al-Hâkim überlieferte in seinem Buch „al-Mustadrak“, dass der Prophet Âdam, nachdem er die Sünde beging, die eine kleine, nicht erniedrigende Sünde war, Folgendes sagte (sinngemäß): O Allâh, ich bitte Dich – mittels der Ehre von Muhammad – mir zu vergeben. Allâh, der Allwissende, Dem nichts verborgen ist, sagte (sinngemäß): „Woher weißt du von Muhammad, obwohl Ich ihn noch nicht erschuf?“ Prophet Âdam sagte dann (sinngemäß): „Als Du mich erschufst, erhob ich meinen Kopf und sah auf dem Thron geschrieben stehen ‚Es gibt keinen Gott außer Allâh, Muhammad ist der Gesandte von Allâh´. Daraus entnahm ich, dass Du zu Deinem Namen nur den Namen von Deinem liebsten Geschöpf hinzufügst.“

Wie könnte ich denjenigen nicht lieben, an dem alles großartig ist?

Allâh ehrte die edlen Gefährten des Gesandten Gottes ﷺ damit, dass sie den Propheten sahen, seine Worte hörten, sie ihr Leben mit ihm teilten, sodass ihre Herzen mit der Liebe zu ihm gefüllt waren und sie ihn mehr liebten als ihre Eltern und Kinder und sogar mehr als sich selbst.

Eine Frau der ´Ansâr hörte am Tag von ´Uhud, dass der Prophet ﷺ getötet worden wäre. Sie eilte dann hinaus, um die Muslime bei ihrer Rückkehr nach al-Madînah zu empfangen. Man überbrachte ihr die Nachricht vom Tod ihres Vaters, ihres Sohnes, ihres Ehemannes und ihres Bruders. Als man zu ihr sagte: „Diese sind dein Vater, dein Bruder, dein Ehemann und dein Sohn“ sagte sie: „Und was ist mit dem Propheten?“ Man sagte zu ihr: „Weiter vorne ist der Prophet.“ Als sie dann den Gesandten Gottes ﷺ erreichte, sagte sie sinngemäß: „Ich liebe dich mehr als meine Mutter und meinen Vater, ich empfinde kein Übel, solange du unbeschadet bist.“ So auch ein Gefährte namens Zayd, als die Statuenanbeter ihn quälten und Abû Sufyân Ibn Harb zu ihm sagte: Zayd, würdest du nicht wollen, dass Muhammad jetzt anstatt dir hier bei uns liegen würde und wir ihm den Kopf abtrennen würden, während du bei deinen Angehörigen wärst?“ Zayd antwortete darauf unverzüglich: „Bei Allâh! Ich würde es nicht mögen, dass der Prophet an dem Ort, an dem er jetzt ist, von einem Dorn gestochen werden würde, während ich bei meinen Angehörigen wäre.“ Daraufhin sagte Abû Sufyân: „Ich sah keine Liebe von Mensch zu Mensch, wie die Liebe der Gefährten des Muhammad zu Muhammad.“

So auch ^Abdu l-Lâh Ibn ^Umar. Als eines Tages sein Bein gelähmt war, wurde zu ihm gesagt: „Erwähne den Menschen, den du am meisten liebst.“ Dann sagte er: „O Muhammad!“ Danach stand er auf und war wieder gesund. Und dies durch das Geheimnis und den Segen seiner Liebe zum Gesandten Gottes ﷺ.

O Allâh, wir bitten Dich und wenden uns mittels Deines Propheten, dem Propheten der Gnade, an Dich. O Muhammad, mittels dir wenden wir uns an unseren Schöpfer, damit unsere guten Anliegen in Erfüllung gehen und unser Kummer aufgehoben wird.

Dies dazu und ich bitte Allâh um Vergebung für euch und mich.